
Januar 2023
Nach wie vor geht es im aktuellen Semester meines Studiums hauptsächlich um Typografie. Die Prüfungen sind auch nur noc...
Kaum zu glauben, aber mein erster Monat bei NRML ist schon vorbei und die Zeit ist wie im Flug vergangen! In dieser Zeit habe ich viele neue Dinge gelernt und das nicht nur auf die harte Tour!
Meine erste Aufgabe war es, eine eigene Website mit HTML, CSS und JavaScript zu erstellen. Es entstand eine kleine Seite, und ich dachte mir: „Das läuft doch!“. Doch dann kam Joomla ins Spiel - ein Content-Management-System (CMS) mit erschreckend vielen Möglichkeiten zur Erstellung von Websites. Mein erster Blick in Joomla? Reine Überforderung. Es gab so unglaublich viele Menüs und Einstellungen. Mir wurden aber ein paar Ressourcen bereitgestellt, welche den Einstieg in Joomla vereinfacht haben. Im Grunde nutzen wir einen Pagebuilder, der es uns ermöglicht, mit Blöcken schnell eine einfache Website zu erzeugen.
Kurz erklärt: Im Pagebuilder gibt es Sections, die Rows enthalten. In diese Rows kann man per Drag-and-Drop verschiedene Elemente einfügen - von Überschriften bis hin zu eigenen Joomla-Modulen. Die einzelnen Elemente lassen sich über die Einstellungen anpassen und wer es noch individueller haben möchte, kann die Seite lokal installieren, eigene JavaScript-, PHP- oder CSS-Elemente hinzufügen und alles direkt hochladen.
Nachdem meine erste Seite fertig war, sollte ich eine eigene Komponente erstellen und sie als Joomla-Modul in meine Seite einbauen. Möglich ist das dank des MVC-Prinzips, also des Model-View-Controller-Konzepts. Dieses Prinzip unterteilt eine Anwendung in drei wesentliche Komponenten: das Datenmodell (Model), das die Daten verwaltet, die Ansicht (View), die für die Darstellung der Daten verantwortlich ist, und die Programmsteuerung (Controller), die die Interaktion zwischen Model und View regelt. Besonders geeignet ist dieses Prinzip für die Arbeit mit Datenbanken. Doch die Umsetzung als Joomla-Modul über PHP hat mich einige Nerven gekostet und zu einer Menge Frustration geführt.
Nachdem ich das Modul erfolgreich umgesetzt hatte, bekam ich die Aufgabe, eine komplexere Seite nachzubauen. Schnell stellte sich heraus, dass das deutlich komplizierter war, als ich dachte. Trotz des Drag-and-Drop-Systems in Joomla hatte ich noch einiges zu lernen und musste oft nachfragen, wie ich bestimmte Probleme lösen kann. Zum Glück erhielt ich immer hilfreiche Ratschläge und konnte so stetig dazulernen. Es war, als würden mir plötzlich die Augen geöffnet – auf einmal entdeckte ich Funktionen, die ich vorher übersehen hatte. Oft ist die Lösung viel simpler, als es auf den ersten Blick scheint.
Allerdings habe ich durch CSS auch mehr als einmal die komplette Seite zerschossen und musste mühsam herausfinden, woran es gelegen hat. Solche Fehler passieren, aber sie helfen auch dabei, besser zu verstehen, wie alles zusammenhängt. Währenddessen bekam ich Einblicke in andere Projekte des Teams. Ich wurde mit eingebunden und um meine Meinung gebeten - was mir sehr gefallen hat, denn so fühlte ich mich direkt als fester Bestandteil des Teams.
Seit Beginn meines Praktikums wurde immer wieder angedeutet, dass ich noch ein eigenes Praktikantenprojekt bekommen würde. Schließlich war es so weit: Eine Kundin benötigte eine kleine Website. Ich durfte direkt beim ersten Gespräch mit am Tisch sitzen, während wir ihre Wünsche und Vorstellungen entgegennahmen. Sie zeigte uns verschiedene Referenzen und stellte uns sogar einen Prototyp ihrer Wunschseite zur Verfügung. Das erleichterte unsere Arbeit enorm, da sie bereits eine klare Vorstellung von Design und Farbschema hatte. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, was wir aus dieser Seite zaubern können. Ich bin auf jeden Fall gespannt!
Nach meinem ersten Monat bei NRML habe ich eine wichtige Erkenntnis gewonnen: Man muss einfach machen! Die Realität ist oft weit entfernt von der Theorie, die man an der Universität lernt. Ich habe nicht nur ein paar graue Haare mehr, sondern auch viele neue Fähigkeiten dazugewonnen. Besonders meine Kenntnisse in HTML und CSS haben sich stark verbessert. Auch in JavaScript, PHP und MVC konnte ich erste Erfahrungen sammeln, merke aber, dass hier noch viel Luft nach oben ist. Zudem habe ich gelernt, effizienter zu arbeiten, indem ich mir eigene Methoden angeeignet habe, um schneller und strukturierter vorzugehen.
Doch das Beste an diesem Praktikum? Es macht verdammt viel Spaß!
Titelbild von Louisehoffmann83 auf Pixabay